Klassenfahrt der 4. Klasse nach Willingen

Nach Absprache mit den Eltern und der Klassenlehrerin Frau Schepp durften die Kinder der 4. Klasse in diesem Jahr das Ziel ihrer Klassenfahrt selbst mitbestimmen. Neben Willingen standen noch Bad Homburg und die Rhön als mögliche Ziele zur Auswahl. Die Wahl der Kinder fiel mit großer Mehrheit auf Willingen im Upland. Schon im Vorfeld informierten sich die Schüler über das Ziel der Reise und erstellten kleine Präsentationen im Rahmen der SU- Einheit "Internet ABC". 

Am 18.05.16 startete die Fahrt um 8:45 Uhr an der MPS Romrod und gegen 11:15 Uhr war das Ziel, die Jugendherberge in Willingen- Schwalefeld, erreicht. Unsere Klasse mit den Begleitern Frau Schepp, ihrem Mann und Sohn Lukas (6) bekam ein "eigenes" Haus zugeteilt und die Schüler einigten sich über die Verteilung der Zimmer. Dann begann für viele Kinder das erste Abenteuer: die Betten mussten selbst bezogen werden... 

Nach einer Stärkung mit ofenfrischer Pizza machten wir uns zu Fuß auf den Weg über den Berg nach Willingen. Hier wartete eine Führung durch die Schiefergrube "Christine" mit vielen Infos zur Entstehung des Schiefers, dem mühsamen Abbau und der Verwendung. Vor allem die Jungen waren vom Material und der Möglichkeit, es zu bearbeiten, begeistert. In Willingen fielen nun auch die Dächer und Hausverkleidungen ins Auge: Die Kinder konnten "echten" von "unechtem" Schiefer unterscheiden und es begann eine regelrechte Suche nach Schiefer. Vor dem Rückweg in die Jugendherberge stärkten wir uns mit einem Eis. Den Tag beendete ein fröhlicher Spieleabend im Gruppenraum.

Am nächsten Morgen ging das Programm gleich nach dem Frühstück weiter: Ein Bus wartete, um uns zur Ettelsberg- Seilbahn zu bringen. Mit dieser fuhren wir auf den etwa 838m hohen Ettelsberg. Dort bestiegen wir den Hochheideturm, von dem aus wir die Aussicht bewunderten und als "Mutprobe" auf der Panzerglasplatte im Boden hüpften. Auf dem Abenteuerspielplatz auf dem Ettelsberg legten wir eine kleine Rast ein, um dann zu Fuß den Berg hinunter zu wandern bis zum Wild- und Freizeitpark Willingen. Hier gab es viele Tiere, eine Papageienschau, einen Märchenwald, Dinos und viele Spielmöglichkeiten. In kleinen Gruppen erkundeten die Kinder den Park. Danach liefen wir zur Sommerrodelbahn, denn hier gab es zwei Freifahrten pro Kind. Ein Bus brachte uns zurück in die Jugendherberge, wo ein Grillabend auf uns wartete. Am Abend veranstaltete unsere Klasse noch eine Abschiedsdisco und einen Kinoabend im Gruppenraum. Außerdem sollte das ordentlichste Zimmer prämiert werden. Jedoch waren die Zimmer so ordentlich, dass alle Kinder mit "Hausaufgaben- frei am Montag" belohnt wurden. 

Am Freitag hieß es nach dem Frühstück aufräumen, Betten abziehen und packen. Um 10 Uhr kam pünktlich unser Bus, der uns vor der Heimfahrt noch zu einer Führung an die Mühlenkopfschanze brachte. Über 600 Stufen kletterten wir vorbei am Schanzenrekord von 152 m, der Trainertribüne bis zur Absprungstelle. Dann ging es mit dem Fahrstuhl noch einmal nach oben bis hinauf zum "Adlerhorst". Der Bus auf dem Parkplatz wurde immer kleiner und die enorme Höhe beeindruckten uns alle: "Wie kann man nur hier runter fahren?!" Die Kinder erfuhren von unserem fachkundigen Führer (ein ehemaliger Grundschulrektor, der sofort den "Draht zu den Kindern" fand), dass nur die besten Springer der Welt mit Erlaubnis eines Trainers auf der Mühlenkopfschanze springen dürfen oder die Kinder in Willingen bereits mit 3 Jahren mit dem Schispringen beginnen. Auch viel Wissenswertes über Schianzug, Schi, die besten Springer der Welt und den Weltcup im Januar gab es zu berichten. Wir kamen in Bereiche der Schanze, die normalerweise für die Öffentlichkeit gesperrt sind. Nach etwa 1,5 Stunden fuhren wir mit der Standseilbahn nach unten, beeindruckt von der Schanze und mit dem Wunsch einmal beim Weltcupspringen dabei zu sein... 

Gegen 14:30 Uhr endete eine tolle Klassenfahrt (ohne Heimweh!) wieder in Romrod an der MPS, wo die Eltern bereits warteten. Der eine oder andere Koffer war wegen der mitgebrachten Schieferbrocken wohl schwerer als auf der Hinfahrt. Fazit der Kinder: "Es war toll, nur viel zu kurz..."